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Genügend Rohstoffe für Millionen von E-Autos vorhanden

Einzelne Stücke des begehrten Lithium-Metalls Foto: Wikimedia

Selbst wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen bis zum Jahr 2050 signifikant ansteigt, kann die Rohstoffnachfrage für die Elektromobilität gedeckt werden. Die weltweiten Vorkommen an Lithium, Kobalt, Nickel, Grafit und Platin übersteigen den prognostizierten Bedarf deutlich. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine aktuelle Analyse des Öko-Instituts oeko.de im Auftrag von Agora Verkehrswende.

Umwelt- und Sozialstandards

Die Experten verweisen jedoch auch auf die bedeutende Rolle des Staates, “damit sich Elektromobilität ohne temporäre Engpässe entwickeln kann”. Außerdem müssten bei der Rohstoffförderung größtmögliche Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. In der Studie “Strategien für die nachhaltige Rohstoffversorgung der Elektromobilität. Synthesepapier zum Rohstoffbedarf für Batterien und Brennstoffzellen” zeigen die Fachleute auf, dass Recycling die Rohstoffförderung ergänzen sollte.

Der Rohstoffbedarf kann jedoch durch den Einsatz von recyceltem Sekundärmaterial gedämpft werden. Bei Lithium lässt sich ein Beitrag von zehn Prozent bis zum Jahr 2030 und 40 Prozent bis 2050 erzielen. “Bislang findet jedoch ein Lithiumrecycling in Europa noch nicht statt. Es sollte jedoch sowohl in Europa als auch weltweit schnell entwickelt und die Forschung in diesem Bereich verstärkt werden”, heißt es aus dem Öko-Institut.

Ressourcen reichen für alle aus

“Am Beispiel Lithium wird deutlich, dass es dennoch zu temporären Verknappungen oder Preissteigerungen für einzelne Rohstoffe kommen kann”, unterstreichen die Studienautoren. Lithium sei das zentrale Element, das heute in allen Lithium-Ionen-Batterien von Elektrofahrzeugen enthalten ist. Die Berechnungen des Öko-Instituts zeigen: Wurden 2015 insgesamt noch 35.000 Tonnen Lithium gefördert, so steigt der Bedarf für die Elektromobilität für das Jahr 2030 auf knapp 160.000 Tonnen und für das Jahr 2050 auf knapp 500.000 Tonnen. Dem gegenüber stehen globale Lithiumressourcen von rund 47 Mio. Tonnen.

Quelle: Pressetext.com

 

5 Kommentare

  1. Es ist keineswegs sicher, daß Lithium u. Co in Zukunft für Akkus (fälschlicherweise immer Batterien genannt)
    benötigt werden. Der Dualkohlenstoffakku ist mehr als vielversprechend, er schlägt punkto Energiedichte, Ladezyklen und Temperaturunempfindlichkeit alles bisher Dagewesene. Noch dazu kann man diesen Akku fast
    essen, so ungiftig ist er; von der preiswerten Herstellung erst gar nicht zu reden. Nachdem ja noch in vielen anderen Richtungen geforscht wird, habe ich da gar keine Zukunftsängste. Auch die E-Motoren sind kein Problem, gute Maschinen (Tesla!) brauchen keine Permanentmagneten aus seltenen Erden. Solche Dinge
    wollen uns nur deutsche Hersteller einreden nach dem Motto: Wir wollen ja, aber wie ihr seht, funktioniert es eben nicht ordentlich.Warum? AudiBmwMercedesVw u. Co. haben Jahrzehnte aufs falsche Pferd gesetzt, Milliarden
    in Stinkerfertigungsstraßen investiert – natürlich wollen sie nun auch eine möglichst lange und ausgiebige Amortisation; sprich: weiterstinken. Auch das Gejammere von zu wenig Strom für E-Mobilität für Alle nervt; erstens wird jetzt schon Überschuss produziert, den man mangels Abnehmer ins Nirvana entlässt, und zweitens gibt es unvorstellbar große Dachflächen, an denen man nur die Dachziegel austauschen müßte um daraus reichlich
    Strom zu gewinnen (wieder einmal: Tesla Energie).DAS EINZIGE HINDERNIS SIND WIR SELBST; DAS BLÖDSINNIGE HÄNGEN AN ALTEM, DAS VERWEIGERN VON WIRKLICH NEUEM! Aber bei den unnötigen
    Smartphones stellen wir uns die ganze Nacht an, um das neueste Modell zu erhaschen. Ist der Homo Sapiens Sapiensis wirklich so gescheit? Egal, ich muß jetzt raus, mein alter Dieselgolf läuft schon seit 20 Minuten, ich will ja in ein warmes Auto einsteigen :-)

  2. Herbert Rainer says:

    Kann nur zustimmen.